Wofür braucht man das eigentlich?

Mal ganz ehrlich, wieviel Prozent an Klamotten habt ihr im Schrank hängen, die noch das Preisschild dran haben? Sagen wir vielleicht 2 bis 3 %. Das sind in der Regel Styles, die man viel zu eng gekauft hat, mit der Absicht da irgendwann mal rein zu passen. Vielleicht als Motivation zum Abnehmen? Leider funktioniert es auf diese Art aber meistens nicht. Das kann auch das tolle Maxi Kleid sein, welches man auf diesem süßen Wochenmarkt im Letzten Urlaub gekauft hat, weil die einheimischen Frauen so toll darin ausgesehen haben. Ganz ehrlich, wann habt ihr das das letzte Mal getragen? Vermutlich noch gar nicht.

So, kommen wir zum nächsten Prozentsatz: Wieviele Teile habt ihr noch im Schrank, aus denen ihr “rausgewachsen” seid? 😉 Der Körper verändert sich mit dem Älterwerden, plötzlich hat man “Muffins” an Stellen, an denen man vorher keine hatte. Ergebnis: T-Shirts zum Beispiel sind plötzlich viel zu kurz und zu eng und trotzdem haben sie noch ihren Platz im Schrank. Sagen wir das macht vielleicht 20% aus.

Jetzt kommen wir zu den Teilen, die man noch als “Erinnerungsstücke” im Schrank hat. Bei mir war das zum Beispiel mein Trikot mit meinem Namen darauf von meiner Volleyballmannschaft, in der ich lange gespielt habe. Genauso wie der Trainingsanzug von meiner Tanzgruppe. Jahrelang hatte ich eine Ecke in meinem Schrank für diese Teile reserviert. Heute befindet sich diese Ecke in meinem Kopf mit einer wunderschönen Erinnerung und einem Foto in meinem “schöne Erinnerungen”-Ordner auf meinem MacBook. Den Platz im Schrank kann man besser nutzen. Das gilt meiner Meinung nach auch für Hochzeitskleider und Abiballkleider. Das sind vielleicht wieder 10 %.

Der nächste Anteil sind die Styles, die kaputt sind. Kleider mit defekten Reißverschlüssen, Jeans mit Löchern die dort nicht sein sollten, Blusen mit fehlenden Knöpfen und so weiter und so fort. Wieder Vielleicht 20 % Klamotten, die man zurzeit nicht anzieht.

Weiter geht es mit Styles die sich einfach nicht kombinieren lassen. Man hat sie als Einzelstücke gekauft, hat aber eigentlich nichts im Schrank was dazu passt, daher zieht man diese Sachen auch nicht an. Sagen wir 10%. Nun kommen wir zu den modischen Schätzchen , die meine Tante Trude noch live miterlebt hat. Ja, die Mode kommt immer wieder, aber ganz ehrlich: sie verändert sich trotzdem. Auch wenn die Schlaghose bald wieder up-to-date ist, würdet ihr sie Wirklich wieder aus dem Schrank nehmen? Also raus damit. Das gilt auch für Karnevalskostüme. Wieder 10%.

Wir können also festhalten, dass die durchschnittliche Frau gerade mal ca. 30% der Klamotten trägt, die sie im Schrank hat. Davon sind oft 5% der Sachen hinter oder unter den Klamotten versteckt, die nicht getragen werden. Und wie das so ist, was man nicht sieht, vergisst man oft. Bei einem Garderobencheck gehen wir Genau dieses Problem an. Wir schauen uns den Kleiderschrank an und sortieren die Sachen aus, die definitiv nicht mehr getragen werden oder einfach nicht zu eurem Typ passen. Danach verschaffen wir uns einen Überblick, wie man die bestehenden Styles kombinieren kann und was vielleicht noch fehlt. Am Ende bringen wir Ordnung in den Schrank und sortieren ihn nach Modulen. Das kann man gut alleine machen, aber mit einem geschulten Auge und ein paar neuen Styling-Ideen einer Stylistin ist es effektiver.

Wenn ihr alle Sachen aussortiert habt, die noch gut sind, die ihr aber nicht mehr anzieht, sucht euch ein paar Freundinnen und Veranstaltet eine “Swop-Party”. Jede bringt ihre “alten” Teile mit und dann wird munter drauf los getauscht. Alles was übrig bleibt wird gespendet. Für den spaß muss jede ihre Errungenschaften in der anschließenden Modenschau präsentieren. Spaß garantiert! 😉

2018-06-07T22:53:49+00:00